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Tulpen aus Amsterdam ...
Spekulationsblase in âTulpenâ, keine Angst, das war in Holland zwischen 1633 und 1637.
Tulpen galten damals wie heute als schön und farbenprÀchtig, zusÀtzlich damals aber auch als Statussymbol.
Nur wohlhabende Menschen konnten sich Tulpen, wovon es ĂŒber 100 verschiedene Arten gab, leisten.
Die Preise der Tulpen stiegen ĂŒber die Jahre immer weiter an. Ob begrĂŒndet oder unbegrĂŒndet, die Tulpe wurde von der Blume zum Statussymbol und nun zum Spekulationsobjekt, da findige GeschĂ€ftsleute am schnellen
âdurchhandelnâ der Tulpenzwiebeln groĂe Gewinne erzielten.
Ein Hand voll Tulpenzwiebeln entsprachen damals durchaus dem Wert eines Hauses.
Obwohl Tulpenzwiebeln ein gewisses Risiko beinhalten, das Ergebnis der BlĂŒte steht ja noch aus, die Preise aber stĂ€ndig weiter stiegen und âTulpenâ das GesprĂ€chsthema waren, kauften viel Leute Tulpenzwiebeln,
auch Leute, die weder Ahnung noch ausreichend Geld hatten.
Die Hoffnung auf schnelle Gewinne, auf Reichtum und auf ein sorgenfreies Leben schalteten jeglichen normalen Menschenverstand aus.
Niemand wollte was verpassen, alle wollten reich werden. So Ànderte sich der Saisonhandel der Tulpen auf einen Ganzjahreshandel und der Tauschhandel (Ware gegen Geld) in einen Wertpapierhandel (Rechte auf
Tulpen gegen Geld). Dies alles zum Teil auf Kredit, in Spekulationsgemeinschaften und mit schnellstmöglichem Weiterverkauf.
Niemand wollte und konnte sich ein Ende der steigenden Preise fĂŒr Tulpen
vorstellen und doch, es kam. Preise vielen, keine neuen KĂ€ufer wurden gefunden, der Markt fĂŒr Tulpen und Tulpenzwiebeln brach zusammen.
Der hollÀndischen Tulpenschwindel endete schlagartig 1937 und ruinierte Volksmassen.
So bleibt festzuhalten, daĂ âoftmals den letzten die Hunde beiĂenâ, und
âder Schuster bei seinen Leisten bleiben sollâ.
Die Silberspekulation der GebrĂŒder Hunt ...
Ăhnlich der GebrĂŒder Grimm, die sehr erfolgreiche MĂ€rchen verfasst haben, so wollten die GebrĂŒder Hunt (Nelson Bunker Hunt, William Herbert Hunt und Lamar Hunt) sehr reich mit Silberspekulationen werden.
Es war einmal ein kleiner und ĂŒberschaubarer Silbermarkt ...
Der Silberpreis war vermeintlich niedrig mit Kursen um 3 US $ je Unze. Die GebrĂŒder Hunt waren der Ansicht, da der Silbermarkt relativ klein ist und war, mit groĂen KĂ€ufen und Horten des Silbers nach Belieben
den Markt zu beherrschen und somit die Preise zu ihren Gunsten manipulieren zu können (1973).
Sie kauften groĂe Mengen Silber, teilweise ĂŒber StrohmĂ€nner, und horteten das Silber, bis ihnen rund die
HĂ€lfte des verfĂŒgbaren Silbers gehörte und sie den Silbermarkt kĂŒnstlich verknappt hatten. Durch die stĂ€ndigen KĂ€ufe, die dadurch entstehende Knappheit und GerĂŒchte stieg der Unzenpreis fĂŒr Silber auf knapp
50 US $.
Doch wie sooft wird bei Spekulationen erst am Ende abgerechnet:
Der ĂŒberaus hohe Silberpreis war verlockend zur Gewinnmitnahme.Tafelsilber und Schmuck wurden verkauft, MĂŒnzen eingeschmolzen um durch den Verkauf des Silbers zu profitieren (1979).
So kam es, dass das
manipulierte Preisgebilde âSilberâ zusammenbrach und die New Yorker Börse den Silberhandel stoppte, noch bevor die GebrĂŒder Hunt ihre Gewinne realisieren konnten. Sie verloren bei dieser
Silberpreismanipulation - die hĂ€ufig auch als âSilberkomplottâ oder âsilber cornernâ bezeichnet wird - etwa 2 Milliarden US $.
So bleibt festzuhalten, daĂ nur wenige Leute âaus Silber Gold machen könnenâ und âan der Börse nicht geleutet wirdâ.
GoldgrÀberstimmung und ihre Folgen ...
Immer wiederkehrend gab es in der jĂŒngeren Geschichte Phasen, in denen der schnelle Reichtum scheinbar förmlich auf der StraĂe zu liegen schien und ein
jeder dabei sein wollte. Zudem ist die Gier ein gefĂ€hrlicher Antrieb und endet bei vielen Leuten in der so genannten Halskrankheit, deren Symptom es ist, âden Hals nicht voll zu kriegenâ.
Die GoldgrĂ€ber, die mit dem Auswaschen des Goldes schnellen Reichtum erringen wollten, reisten von weitem an, verlieĂen ihre Familien und ihre Jobs, nur um âdabei zu seinâ. Nur wenige fanden viel Gold, die
meisten fanden nichts oder wenig, waren aber durch Kauf von GoldgrÀber-GerÀt und oder Alkohol verschuldet bzw. arm, manchmal auch, durch die Gier und Streitereien untereinander, tot. Reich wurden nur die HÀndler,
die SchĂŒppen und Schaufeln etc. ohne Risiko verkauft haben und damit das groĂe Geld verdienten. Diese Phase bezeichnet man - na klar - als âGoldgrĂ€berstimmungâ und dieser Begriff wird bis heute fĂŒr
verschiedenste, aber Àhnliche Situationen verwendet.
Bei den Ălfunden z.B. wurden nicht die Ălfinder, sondern die Firmen, die BohrausrĂŒstungen und Zubehör herstellten und verkauften bzw. die AufkĂ€ufer und Verarbeiter reich.
Wo gibt es heutzutage eine âGoldgrĂ€berstimmungâ und haben wir aus der Vergangenheit etwas gelernt?
Neu-Emissionen, wo niemand wissen wollte, was die Firma genau macht, soweit sie .com oder .de hieĂ
(geschweige denn sie richtig aussprechen konnte), oder Aktiengesellschaften des Neuen Marktes die, âeine Garage - 2 Mitarbeiter - eine Firmengeschichte von 18 Monaten - aber eine vage Vision hattenâ und
somit an der Börse mit hunderten von Millionen DM bewertet wurden, sind Beispiele jĂŒngster Art.
Echte High-Tech-Firmen, die als TechnologiefĂŒhrer Zulieferer und Ausstatter der Internetfirmen mit NetzausrĂŒstung, Breitbandkabel oder neuartigen Sicherheitssystemen sind, sind rar, aber sie sind die wahren
Wachstumsfirmen, die nicht nur eine Idee oder Vision haben, sondern echte UmsĂ€tze und Gewinne erzielen und somit die erfolgreichen âGoldgrĂ€ber-Zubehör-HĂ€ndlerâ von heute sind.
Zum AbschluĂ:
GroĂe Vorsicht ist immer dann geboten, wenn die sogenannte âGoldgrĂ€berstimmungâ herrscht und es scheint als sei die redliche Arbeit und deren Entlohnung reine Zeitverschwendung.
So bleibt festzuhalten, daĂ es immer wieder GoldgrĂ€ber, NeuaktionĂ€re und TrĂ€umer geben wird, die nicht berĂŒcksichtigen, daĂ âan einer Gewinnmitnahme noch niemand gestorben istâ und â... es nach jedem Traum
einen Morgen danach gibtâ.
Geldvernichtung im Panama â Kanal ...
Schon immer wurden Geldanleger, Spekulanten und Anleger von Weltereignissen magisch angezogen. Als die Geschichte des Panama-Kanalbaus vom französischen
Erbauer Lesseps in Umlauf gebracht wurde, fanden sich Tausende von Sparern - hauptsĂ€chlich Franzosen - die breitwillig Ihre Gelder in dieses GroĂprojekt um 1870 investierten, schlieĂlich galt es mit dem Bau den
Atlantik mit dem Pazifik zu verbinden.
Aktien und Anleihen des Kanalbauers âgingen weg wie warme Semmelnâ, genauso wie das Geld, denn die Firma verwandte ein falsches Verfahren und die immer weiter steigenden Kosten trieben die Panama-AG 1890 in den
Bankrott. Es wurde gelogen und bestochen, um die Wahrheit nicht zu veröffentlichen und den Geldstrom weiter sprudeln zu lassen. Insgesamt verloren ca. eine Millionen Franzosen Ihr eingesetztes Geld.
Lesseps wurde wegen Betruges angeklagt. 1914 waren die Amerikaner mit dem Bau des Panama-Kanals fertig, nachdem sie den Franzosen die Konzession abgekauft hatten.
So bleibt festzuhalten, dass âgut Ding Weile brauchtâ.
Die Japan â AG ...
In den 80iger Jahren dachte noch niemand an den Neuen Markt, da âmachteâ man noch in Japan.. .
Weltweit vertraten die Spekulanten den Glauben, die Japaner seien das MaĂ aller Dinge und die japanische Wirtschaft sei unantastbar. KGV s von 40 oder 60...uninteressant, Restlaufzeit von Optionsscheinen...
uninteressant und ..womit verdient die Firma ihr Geld... uninteressant. Die Begeisterung der Geldmaschine fand natĂŒrlich Niederschlag in den Börsenkursen. 1989 kostete die gröĂte japanische Telefongesellschaft
soviel wie alle anderen Aktien der Welt zusammen, GrundstĂŒcke waren unbezahlbar und der Nikkei-Index war auf sagenhaften 38.915 Punkten. Banken gingen Pleite, Immobilienpreise verfielen, Kreditsicherheiten
schmolzen dadurch dahin. Von dieser Rezession und einem Nikkei-Stand um 11.000 bis 15.000 hat sich Japan bis heute nicht erholt.
So bleibt festzuhalten, dass eine Firma, die z.B. Reifen produziert am besten auch Reifen produzieren sollte.
Kein Geld im Kornfeld - oder die groĂe Geldvernichtung mit Cornfeld ...
Einer der gröĂten Geldvernichter der Fondsindustrie: Zu Beginn der 70er Jahre betrat mit Bernie Cornfeld ein -ehemaliger Taxifahrer und Playboy - Mann die FondsbĂŒhne, der bevorzugt bundesdeutsche Anleger um
fast eine Milliarde Mark brachte.
Dabei vermittelte er - und zahlreiche seiner Vertriebler - ĂŒber seine Firma IOS (Investors Overseas Services) Fonds, die das eingesammelte Geld in Aktien, Fonds und Zertifikaten in von ihm selbst gegrĂŒndeten
Firmen investierten.
Als dieses âselbstgestrickte â Dachfondskonzept aufflog, hatte Deutschland den berĂŒchtigten IOS-Skandal. Grund genug, dass in Deutschland jahrelang der Dachfonds-Vertrieb verboten war.
Bernie Cornfeld war ca. 1 Jahr im GefÀngnis und wurde lange Zeit weltweit von aufgebrachten Anlegern verfolgt. Er verstarb 1995.
Es bleibt festzuhalten, dass: âVertriebsmaschinenâ selten die KĂ€ufer reich machen.
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